Bei der Flächenversickerung wird das Niederschlagswasser nicht gefasst, sondern ohne technische Einrichtungen großflächig versickert. Das auf der Fläche selbst anfallende und von benachbarten Flächen zugeleitete Niederschlagswasser wird ohne Zwischenspeicherung flächenhaft in den Untergrund abgeleitet.
Dabei ist zu beachten, dass die Flächenversickerung nur bei günstigen Untergrundverhältnissen zum Einsatz kommt. Mit abnehmender Durchlässigkeit steigt der Flächenbedarf stark an und reicht bei schwach durchlässigen Böden bis zum Dreifachen der angeschlossenen Flächen. Darüber hinaus darf die für die Versickerung vorgesehene Fläche kein zu großes Gefälle aufweisen.
Neben der Versickerung über die belebte Bodenzone kann das anfallende Niederschlagswasser über eine durchlässig gestaltete Oberfläche wie Rasengittersteine, Schotterrasen oder Porenpflaster abgeleitet werden. Dies kommt in der Regel bei Entsiegelungsmaßnahmen bzw. durchlässig zu befestigenden Oberflächen wie Garageneinfahrten oder Parkplätzen in Frage. Auf die Reinigungswirkung einer Mutterbodenpassage muss in diesen Fällen im wesentlichen verzichtet werden.